Fünf Fragen an Jarka Kubsova
Welche Autorin hat dich in deinem Schreiben geprägt?
Den Wunsch zu schreiben hat die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová schon als Kind in mir geweckt. Sie war mir gleich ein Vorbild und spielt nun auch eine Rolle in meinem neuen Roman.
Was war dein Lieblingsbuch in der Kindheit?
Das war eine Geschichtensammlung, die auf Deutsch »Goldener Kranz« heißt. Das ist eine Anthologie von Sagen, Märchen und Balladen. Sie enthält auch einige sehr düstere Stücke. Zum Beispiel über den Wassermann, der auch im neuen Roman vorkommt. Das war schon ein sehr wichtiges Buch für mich.
Welches Buch liest du gerade?
Gerade lese ich »Frieda« von Geraldine Oetken. Das ist ein Sachbuch, aber auf eine wahnsinnig schöne und eindringliche Art und Weise erzählt. Es geht darin ebenfalls um eine Frau, die auf der Suche nach der Wahrheit über eine andere Frau ist.
Welches Buch hat dich zum Lachen gebracht?
Anika Büsings »Magisch«. Das ist kein Buch, das nur lustig ist. Es hat sehr viele Facetten, aber unter anderem auch einen wahnsinnig klugen, feinen Humor. Und ja, da habe ich wirklich auch gelacht.
Welches Buch hat dich zum Weinen gebracht?
Das sind meistens nicht Romane, die mich zum Weinen bringen. Ich muss eher bei Sachbüchern öfter weinen. Vor allem bei denen, die ich für meine Recherche nutze. Seien es damals die Recherchen zu Abelke Bleken und den einzelnen Hexenschicksalen oder auch jetzt, für das aktuelle Buch, zur tschechischen Geschichte, zum Leben von Božena Němcová und Schicksalen, die ähnlich verlaufen sind wie das von Viktorka im neuen Roman – da habe ich schon echt viele Tränen vergossen.