Radikale Hoffnung: Schmerz in Zukunft verwandeln – Hadija Haruna-Oelker | Sharon Dodua Otoo | Sasha Marianna Salzmann | Insa Wilke
- Moderation: Miryam Schellbach
- Frankfurt, Evangelische Akademie Frankfurt
- 31.10.2026
- 13:00 Uhr
- Kostenpflichtig
Hoffnung ist kein blauäugiger Optimismus, sondern kann eine grundsätzliche Lebenshaltung sein. In diesem Fall ermutigt sie, sich mit den Herausforderungen einer von Unwägbarkeiten geprägten Gegenwart konstruktiv auseinanderzusetzen und nach gangbaren Perspektiven zu suchen. Unter diesem Leitgedanken nehmen die Journalistin Hadija Haruna-Oelker, die Autor:innen Sharon Dodua Otoo und Sasha Marianna Salzmann sowie die Literaturkritikerin Insa Wilke die Krisen und Machtansprüche unserer Zeit ins Visier. Hierbei gehen sie der Frage nach, wer in unserer Gesellschaft unbeschwert hoffen kann, wessen Schmerz unsichtbar bleibt und welche Voraussetzungen etwa Schwarze, jüdisch-queere, feministische und postmigrantische Personen brauchen, um Zuversicht entwickeln zu können. Das Panel verbindet persönliche Perspektiven mit literarischen und gesellschaftlichen Erkundungen und ergründet, wie gemeinsames Erzählen, Zuhören und solidarisches Handeln neue Formen des Zusammenlebens stärken können. Die verhandelte These: Eine positive Veränderung kann nur gelingen, wenn das Füreinander als unverzichtbar begriffen wird.
Die Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker lebt und arbeitet als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. 2022 erschien ihr persönliches Sachbuch Die Schönheit der Differenz – Miteinander anders denken, das für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. 2024 erschien Zusammensein. Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit. Zuletzt veröffentlichte sie, zusammen mit Max Czollek, Alles auf Anfang bei S. Fischer.
Sharon Dodua Otoo ist Schriftstellerin und Kuratorin des Schwarzen Literaturfestivals „Resonanzen“. 2016 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. Ihr erster Roman Adas Raum wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2026 erschien ihr zweiter Roman So, in etwa, ist es geschehen.
Sasha Marianna Salzmann ist Theaterautor:in, Essayist:in und Dramaturg:in. Salzmanns Theaterstücke, die international aufgeführt werden, wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kunstpreis Berlin 2020 und dem Kleist-Preis 2024. Salzmanns Debütroman Außer sich ist in sechzehn Sprachen übersetzt. Für den zweiten Roman, Im Menschen muss alles herrlich sein, ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt Salzmann den Preis der Literaturhäuser 2022 und den Hermann-Hesse-Preis 2022.
Insa Wilke arbeitet als Literaturkritikerin für verschiedene Medien, Rundfunk und Fernsehen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung. Seit 2016 leitet sie das Mannheimer Literaturfestival lesen.hören. Sie wurde mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik und der Ehrendoktorwürde der Leibniz Universität Hannover ausgezeichnet. 2024 ging sie mit dem Experiment der Literaturplattform cafelit.de online. Ab 2027 übernimmt sie erneut den Jury-Vorsitz beim Bachmannpreis.
Miryam Schellbach ist Lektorin, Literaturkritikerin und Moderatorin. Sie war Jurorin des Leipziger Buchpreises, des Heinrich-Mann-Preises, des Wortmeldungen-Literaturpreises sowie des Edit Essaypreises. 2024 gab sie mit Lena Gorelik den Sammelband Trotzdem sprechen heraus. Seit 2022 ist Miryam Schellbach Programmleiterin des Claassen Verlags.
Veranstaltungsort
Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9
60311 Frankfurt
Veranstalter
Förderkreis Frankfurt e.V. Kultur & Diskurs Textland
Weitere Informationen zur Veranstaltung
Preise
Eintritt: Kostenpflichtig